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Die Kreuzfahrtindustrie startet 2026 mit einem starken Wachstum

  • Autorenbild: Hoas
    Hoas
  • 13. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Die globale Kreuzfahrtbranche erlebt derzeit einen außergewöhnlichen Aufwind: Laut dem aktuellen Global Cruise Ship Orderbook sind 74 neue Kreuzfahrtschiffe bestellt, die bis 2036 in Dienst gestellt werden sollen – mit einem Gesamtwert von über 76,5 Milliarden US-Dollar. Die Neubauten werden mehr als 205.000 zusätzliche Passagierkapazitäten schaffen und verdeutlichen, dass Reedereien trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten fest an die Zukunft des Kreuzfahrttourismus glauben.


Dabei führen MSC Cruises und Norwegian Cruise Line Holdings (NCLH) das Feld mit jeweils 14 bestellten Schiffen an. Die italienisch-schweizerisch geführte MSC Gruppe investiert stark in neue Schiffsdesigns und erweitert gleichzeitig ihre Marktpräsenz weltweit. NCLH plant unter anderem eine neue Schiffsklasse mit Kapazitäten für über 5.000 Gäste, die ab 2030 abgeliefert werden sollen. Auch Royal Caribbean Group wird acht neue Schiffe für seine Marken Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und TUI Cruises auf den Markt bringen. Darüber hinaus hat Carnival Corporation sieben Schiffe bestellt, darunter große Schiffe für AIDA Cruises und Carnival Cruise Line selbst.



Herausforderungen trotz positiver Signale

Obwohl der Neubau-Boom ein starkes Wachstumssignal ist, gibt es auch kurzfristige Herausforderungen. Aufgrund der jüngsten politischen Spannungen in Südamerika wurden Kreuzfahrtpassagiere im karibischen Raum mit Flugverspätungen und Routenanpassungen konfrontiert, nachdem die Luftfahrtbehörden temporäre Sperrungen einzelner Lufträume durchgesetzt hatten. Mehrere Kreuzfahrtreedereien mussten daraufhin Abfahrten verzögern, um betroffenen Urlaubern eine sichere Anreise zu gewährleisten.

Solche Entwicklungen zeigen, dass die Branche auch kurzfristig flexibel reagieren muss – insbesondere in Regionen, in denen geopolitische Risiken, Wetterbedingungen oder infrastrukturelle Engpässe auftreten können.


Bedeutung für große Reedereien

Die größten Kreuzfahrt-Marken profitieren von der allgemeinen Nachfrage und den strategischen Investitionen:

  • Carnival Corporation konnte 2025 ein Rekord-Nettoeinkommen und stark steigende Buchungszahlen verzeichnen, was die solide Nachfrage für 2026 unterstreicht.

  • Royal Caribbean bleibt aufgrund seiner innovativen Schiffsdesigns und vielfältigen Reiseziele ein starker Akteur.

  • NCLH zeigt trotz Marktschwankungen durch eine positive Entwicklung seiner Aktien, dass Anleger Vertrauen in die langfristige Performance setzen.

  • MSC Cruises plant, sein Wachstum durch neue Schiffe weiter zu beschleunigen und damit vor allem auf der anderen Seite des Atlantik und in Europa Marktanteile zu gewinnen.

  • AIDA Cruises sichert sich für den Winter 2026/27 viele Buchungen auf beliebten Routen rund um Kanaren, Nord- und Ostsee.


Der Start in das Kreuzfahrtjahr 2026 lässt erkennen: Die Branche ist nicht nur wieder auf Kurs, sondern investiert stärker denn je in neue Kapazitäten und Innovationen. Gleichzeitig müssen Reedereien flexibel bleiben, wenn kurzfristige Ereignisse wie politische Spannungen oder Wetterphänomene auftreten. Für Kreuzfahrtfans bedeutet das: mehr Auswahl, modernere Schiffe und vielfältigere Reiseziele als je zuvor.

 
 
 

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