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30.000 Urlauber im Nahen Osten betroffen – TUI startet Rückholaktion

  • Autorenbild: Hoas
    Hoas
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu – und mit ihr die Situation für tausende Reisende. Nach der Eskalation rund um den Angriff auf den Iran sind rund 30.000 Touristen deutscher Reiseveranstalter in der Region gestrandet. Besonders betroffen: Gäste in den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter in den beliebten Kreuzfahrt-Destinationen Dubai und Abu Dhabi.

Auch Kreuzfahrtschiffe können aufgrund geschlossener Lufträume und Sicherheitsmaßnahmen derzeit mehrere Häfen nicht verlassen.


TUI-Chef Sebastian Ebel kündigt erste Rückholflüge an

Der Vorstandsvorsitzende von TUI, Sebastian Ebel, erklärte in einem Statement, dass die Rückholaktion bereits begonnen habe.

Der erste Flug solle noch vor 15 Uhr in Richtung München starten.

Gleichzeitig machte Ebel deutlich, dass es sich um eine komplexe und zeitintensive Operation handle.

Entscheidend seien Sicherheitslage sowie behördliche Genehmigungen.


Sonderflüge aus Dubai – Emirates nimmt Betrieb wieder auf

Parallel dazu startete am Dienstag ein erstes Flugzeug der Emirates von Dubai nach Frankfurt am Main, nachdem es zuvor zahlreiche Flugausfälle gegeben hatte.

Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten nach den ersten Stornierungen nun Sonderflüge für gestrandete Passagiere an. Emirates teilte mit, dass zunächst Reisende mit bestehenden Buchungen berücksichtigt würden. Umgebuchte Kundinnen und Kunden würden direkt informiert.

Auch laut Angaben des Deutschen Reiseverbands sind rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bezeichnete diese Zahl als „eine einigermaßen verlässliche Größe“.


Kreuzfahrtschiffe in Wartestellung – Drohnen-Zwischenfälle sorgen für Unsicherheit

Neben den Flugausfällen sorgt auch die Lage auf See für Anspannung. Mehrere Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, wodurch auch Hafenabläufe eingeschränkt sind.

Zu Berichten über Drohnen-Zwischenfälle in der Nähe von Kreuzfahrtschiffen erklärte Ebel:

„Also erstens ist es nicht neben dem Schiff eingeschlagen, sondern in einer Entfernung von über einem Kilometer, was schlimm genug ist. Aber auch relativ nah.“

Er betonte ausdrücklich seinen Dank an die Crewmitglieder an Bord:

„Er sei sehr dankbar über die Mitarbeiter auf den Schiffen und deren Umgang mit der Situation.“

Bundesregierung sieht Reiseveranstalter in der Verantwortung

Für Diskussionen sorgt derzeit die Frage, warum die Bundesregierung keine sofortige Evakuierung eingeleitet hat.

Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte dazu:

„An allererster Stelle müssen natürlich die Reiseverkehrsunternehmen hier eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte, dann würden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurückgreifen.“

Auch TUI-Chef Ebel unterstrich im Interview die klare Zuständigkeit seines Unternehmens:

„Es ist unsere Verantwortung, die Pauschalreisegäste, die mit der Tui gebucht haben, wieder nach Hause zu bringen. Da brauchen wir auch keine Belehrung dafür. Das tun wir.“

Zusammenarbeit mit Emirates, Qatar Airways und Etihad

Im Programm von n-tv erläuterte Ebel die geplante Umsetzung der Rückholung. Urlauber sollen mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways nach Deutschland zurückgebracht werden.

„Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können.“

Zusätzlich stünden eigene Flugzeuge von TUIfly „Stand-by“, sobald die notwendigen Genehmigungen vorliegen.


Was bedeutet das für Kreuzfahrtgäste?

Für Kreuzfahrtpassagiere im Persischen Golf bleibt die Situation dynamisch. Hafenanläufe, Abfahrten und Flugverbindungen können sich kurzfristig ändern. Reiseveranstalter arbeiten aktuell eng mit Airlines, Behörden und Hafenbetreibern zusammen, um sichere Lösungen zu ermöglichen.

Für Gäste gilt:

  • Offizielle Informationen der Reederei oder des Reiseveranstalters abwarten

  • Keine eigenständigen Umbuchungen vornehmen

  • Erreichbarkeit sicherstellen (Telefon/E-Mail)


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